Im Vergleich zu den herkömmlich industriell gefertigten Baustoffen hat Lehm auch Nachteile
Lehm ist kein genormter Baustoff, schwindet beim Austrocknen und ist nicht wasserfest
Diesen Nachteilen von Lehm als Baustoff stehen aber viele Vorteile gegenüber:
Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit
Lehmbauteile können relativ viel und schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei sinkender Luftfeuchtigkeit im Raum wieder abgeben und trägt somit zu einem gesunden Raumklima bei.
Lehm speichert Wärme
Bauteile aus Lehm z.B. Lehmputz speichern Wärme und können somit zur Verbesserung des Wohnklimas und zur Energieeinsparung beitragen.
Lehm spart Baumaterial- und Transportkosten
Er ist hier in Mitteleuropa überall verfügbar und wenn der Lehm nicht zuviel Ton und große Gesteinspartikel enthält, so kann er im erdfeuchten Zustand bei den meisten Lehmbautechniken direkt eingesetzt werden. Enthält er zu viel Ton, so muß er abgemagert werden, das heißt z.B. mit Sand vermischt werden. Bei Sand- und Kiesgruben entsteht Lehm als Abfallprodukt beim Auswaschen.
Lehm konserviert Holz
Bedingt durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte werden Holzbauteile und andere organische Stoffe, die von Lehm umgeben sind, entfeuchtet und damit trockengehalten, so daß diese nicht von Pilzen oder Insekten befallen werden. Insofern kann man von einer Konservierung durch Lehm sprechen.
Lehm bindet Schadstoffe
Lehm absorbiert im Wasserdampf gelöste Schadstoffe aus der.

Lehmunterputz auftragen
Lehm eignet sich für den Selbstbau
Mit Hilfe einer fachkundigen Person wie beispielsweise “Der Lehmbauer” können Arbeiten mit Lehm auch von angeleiteten Selbstbauherren/innen ausgeführt werden. Da für die alten traditionelle Lehmbautechniken nur ein kleiner Geräteaufwand notwendig ist, andererseits diese Techniken aber sehr arbeitsaufwendig sein können, eignen sie sich besonders für den Selbstbau.
